Veranstaltungen

Vorschau auf März 2020

Wurzeln und Flügel wachsen lassen (Goethe)

Suizidprävention, Trauma und Traumaheilung

EINE VERANSTALTUNG DER ULLA HASCHEN-STIFTUNG

 

„Was habe ich falsch gemacht? Was habe ich übersehen? Wenn ich doch nur ....“

Der Suizid eines geliebten Menschen hinterlässt nahe Freunde und Angehörige fassungslos und mit all den unbegreiflichen, ungelösten Fragen nach dem WARUM. Dieser selbst gewählte Tod offenbart auf schmerzliche Weise, wie nah beieinander Glück und tiefe Verzweiflung sein können – wie fragil das Leben doch ist.  

 

Wenn sich dieses quälende Suchen nach dem „WARUM“ in ein persönliches „Was kann ich tun“ wandelt, kann Veränderung geschehen. So hat in den Niederlanden vor Jahren der Arzt und Psychiater Dr. Jan Mokkenstorm aus eigener Betroffenheit heraus und mit unglaublicher Kraft, Menschenliebe und Empathie unter www.113.nl ein anonymes Hilfs- und Therapieangebot für suizidale Menschen und deren Nahestehende etabliert – und das anfänglich gegen alle Widerstände. Nach nur wenigen Jahren ist dieses Modell zu einem erfolgreichen Aushängeschild für die Niederlande geworden und zum Vorbild für mehrere europäische Länder.

 

Die Ulla Haschen-Stiftung engagiert sich, dieses Leben bewahrende Konzept auch in Deutschland zu etablieren. Dieses Modell basiert auf der grundlegenden Anerkennung, dass zwischen dem psychischen Leiden und den sozialen Umständen ein enger Zusammenhang besteht. Das klingt lebensnah, doch diese Auffassung ist insbesondere in der psychiatrischen Behandlung für Menschen in suizidalen Krisen noch nicht handlungsleitend. Eine Hürde, die es in Deutschland beim Aufbau einer gelingenden Suizidprävention zu überwinden gilt.

 

Hannah Arendt nannte den Weg für das Auflösen tradierter Vorstellungswelten „ohne Geländer denken“. Und zu einem solchen Weg möchten wir Sie einladen mit Vorträgen und moderierten Gesprächen; möchten Sie teilhaben lassen an neuen Erkenntnissen der Neurowissenschaft, der Traumaforschung und Traumaheilung. Einen Weg ohne Geländer zu gehen kann ganz unterschiedliche Gefühle auslösen, aber immer werden die Schritte geeignet sein, mit der inneren Welt (wieder) in Kontakt zu kommen, sich zu verbinden mit dem Lebendigen in uns. Und das sind gute Voraussetzungen, Menschen in suizidalen Krisen die Hand zu reichen; Menschen, die den Faden der eigenen Verbundenheit nicht mehr spüren.

 

Die Tagung bietet Angebote für Lehrer, Teamer, Therapeuten, für Menschen in helfenden, heilenden und sozialen Berufen - für alle, die ihre Handlungsoptionen verwurzeln und beflügeln möchten. Und damit schließt sich der Kreis hin zu einer Suizidprävention, die auch immer die Menschen mit ihren ganz persönlichen Geschichten im Blick hat. „Der Körper vergisst nicht und nichts. ... Traumata haben ihre Spuren in Gehirn, Geist und Körper hinterlassen; sie sind die häufigste Ursache von „Drogen- und Alkoholmissbrauch, für Todesfälle auf Grund von Diabetes, Herzkrankheiten, Krebs und Suizid.“ (Bessel van der Kolk, 2016)

 

Einleitende Vorträge zum Stand der Suizidforschung in Deutschland und zum niederländischen Modell werden die Tagung eröffnen. „Mein Menschsein ist untrennbar mit dem deinem verbunden“ – über 10.000 Suizidtote und weit über 100.000 Suizidversuche jährlich sind Aufforderung und Mahnung, das, was wir mittlerweile wissen, auch umzusetzen.

 

Gerne schicken wir Ihnen das Tagungsprogramm mit allen Informationen zu (Teilnahmegebühr, Ermäßigungen, Anreise, Übernachtungen und zum Kulturprogramm).

Anfragen unter Ulla Haschen-Stiftung / Quellenweg 83 / 26129 Oldenburg;

 

Tel. 0441-73456; E-Mail: info@ulla-haschen-stiftung.de


Filmvorführungen in Ihrer Nähe

Gerne kommen wir mit dem `leisen Film´ auch in Ihre Nähe. Die komplette Vorführtechnik inklusive einer großen Leinwand bringen wir mit; wir benötigen lediglich einen geeigneten Raum für etwa 100 - 150 Personen. Dazu helfen uns Ihre Ortskenntnisse und Ihre persönlichen Kontakte sehr: Besondere Orte für unsere Filmvorführungen sind Gemeinde- und Kirchenräume, Räume in Zentren der Ruhe und Rehabilitation, Kulturzentren, Schulaulen (z. B. Waldorfschulen), Bürgerhäuser, etc. In Kinos zeigen wir unsere Filme nur in besonderen Fällen.

 

Vielleicht haben Sie ja auch Kontakte zu engagierten Agenda-Gruppen, zu Kulturvereinen, Naturschutzverbänden, Landfrauen, Heil- und Wildkräutervereinen, Bioland- und Demeterverbänden, Frauenfrühstückstreffen, etc. Gerne führen wir in Kooperation mit diesen Organsiationen unsere Filme auf.  Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

 

www.heilig-film.de

Termine Filmvorführungen

Zeit

Ort

Film

Info



06.11.2019

 

19:00

26789 Leer, Patersgang 4, 

Gemeindehaus

Film & Gespräch mit

"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" 

Eintritt (steht noch nicht fest),

Eine Veranstaltung der Ev.-luth. Luther-Kirchengemeinde Herbstakademie "Gedanken, die weiterhelfen" 



18.11.2019

 

18:00

21339 Lüneburg,

Neuhauser Str. 3 

Film & Gespräch mit

"Alles wirkliche Leben ist Begegnung" 

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung zusammen mit der Stiftung Diakonie 



Weitere Termine sind in Planung.

Download
Film: Alles wirkliche Leben ist Begegnung
Faltblatt_BEGEGNUNG_2017.pdf
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